Blog DSGVO-konform gestalten

Heute habe ich versucht, meinen Blog DSGVO-konform zu gestalten. Da ich mir ja als StepStone-Affiliate ein Zubrot verdiene, um meine Server- und Domainkosten zu decken, bin ich ein gewerblicher Blogger. Und so falle ich unter die DSGVO.

Das ist kein großer Spaß, daher gibt es jetzt auch eine Cookie-Leiste oben auf der Seite und beim Kommentieren ein opt-in, dass persönliche Daten gespeichert werden.

Falls unter meinen Lesern ein versierter Datenschutzanwalt ist, kann er gerne auch meine Datenschutzerklärung prüfen. Wobei momentan anscheinend noch gar nicht genau feststeht, wie man DSGVO-Konformität erreicht…

Naja, nach dem 25. Mai und ein paar Jahren gerichtlicher Auseinandersetzungen (hoffentlich ohne meine Beteiligung :)) wissen wir alle mehr…

Worüber schreiben?

Manchmal weiß ich nicht, worüber ich schreiben soll.

Aus der Wirtschaft

Klar, es gibt weitere Firmen, die Ihre Bilanzen für 2017 veröffentlicht haben. Alles super bei Covestro, Evonik und Lanxess (siehe die Nachrichten aus der Chemie von Mai 2018). Aber über solche Nachrichten habe ich erst berichtet.

Außerdem hat Bayer einen weiteren Teil der Covestro-Aktien verkauft.

Der Arbeitsmarkt

Vom Arbeitsmarkt gibt es auf den ersten Blick auch nur gute Nachrichten. In meiner Grafik sinkt die Zahl der stellensuchenden Chemiker seit 2017 deutlich. Ist das eine tatsächliche Verbesserung, oder sind diese Leute in andere Nischen des Arbeitsmarkts verschwunden?

Ich weiß es nicht, und im Moment kann ich dazu auch nichts herausfinden. Mal sehen, was die Gehaltsumfrage der GDCh für dieses Jahr aussagen wird…

Im europäischen Ausland scheint es nicht so gut auszusehen, wie ein Leser in einem Kommentar ergänzt hat:

Mobility Mentoring – Ein EU finanziertes Projekt
„Increasing the Employment of Young Workers in the European Chemical Industry“
https://www.mobilitymentoringportal.eu/de/

Aus der Pressemeldung
Schon seit Jahren ist die Jugendarbeitslosigkeit vor allem in den südlichen Mitgliedstaaten der EU alarmierend hoch. „Zahlreiche hochqualifizierte Absolventen, darunter auch viele Ingenieure und Naturwissenschaftler, finden keine Arbeit oder nur Jobs, die nicht ihren Qualifikationen entsprechen“, betonte FECCIA-Präsident Dr. Roland Leroux im Rahmen der Konferenz „Mobility and Mentoring“

Diese hohe Jugendarbeitslosigkeit ist erschreckend. Was machen diese jungen Leute ohne zufriedenstellende Jobs? Darüber ist schon 2015 in der Zeit geschrieben worden und vor einer verlorenen Generation gewarnt worden. Seitdem scheint sich nicht vieles verbessert zu haben. Oder sehen wir es nur nicht?

Habt Ihr weitere Themen, liebe Leser?

 

 

 

Wo geht es hin für die chemische Industrie?

Letzte Woche war in der C&EN ein kurzer Bericht über einen Ausblick für die chemische Industrie. Das Fazit daraus war, dass es in der Industrie seit fünf Jahren bergauf geht und kein Ende in Sicht ist.

Die cefic berichtet im trend report von März übrigens auch, dass der Geschäftsklimaindex stark verbessert ist. Der Output an Chemikalien in Europa liegt jetzt über Vorkrisenniveau. Das Wachstum in 2017 lag bei 3,6%, und die Beschäftigung ging um 1,4% nach oben. Im letzten Post hatte ich über die Zahlen für Deutschland berichtet, da waren es 1,2% mehr Beschäftigung. Da zeichnet sich ein Fachkräftemangel ab, oder?

Ja, ja, dieses Mal ist alles anders…  party on! Oder ist jetzt Zeit, seine Chemie-Aktien zu verkaufen? Was meint Ihr?

Übrigens habe ich die Infos zu Karrieremöglichkeiten für Chemiker jetzt auf einer Seite gebündelt.

 

Wie ging es der Chemieindustrie 2017?

Nachdem die meisten Bilanzen aus der Chemieindustrie 2017 jetzt vorliegen, hat der BAVC Bilanz gezogen. Demnach ist die gesamte Produktion um 2,9% gestiegen, der Umsatz um 6%.

Das alles habe ich im Chemanager gelesen.

Schön, möchte man sagen, aber was ist mit den Beschäftigten? Auch hier gibt es gute Nachrichten, die ist um 1,2% gestiegen, bei einer höheren Produktivität. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Arbeitsstunden pro Beschäftigtem. Die Auslastung war bei 85% über dem langjährigen Durchschnitt. Wie hoch der ist, weiß ich nicht.

Das finde ich interessant. Die Produktivität steigt, die Zahl der Arbeitsstunden sank in der Chemieindustrie 2017 und die Jahre davor auch. Gibt es da vielleicht einen Zusammenhang? Hatten die Mitarbeiter früher zu wenig zu tun? Hierzu habe ich leider keine Zahlen gefunden.

Was meint Ihr dazu?

Tariflich gab es übrigens am 1.9.2017 eine Gehaltserhöhung um 2,3% (von Destatis).

Fachkräftemangel – ein Kommentar in den Nachrichten der GDCh

GDCh und Fachkräftemangel: Nachdem in den Nachrichten aus der Chemie lange nichts zum Thema Fachkräftemangel in der Chemie zu lesen war, wurde jetzt in der April-Ausgabe von 2018 ein Kommentar von Professor Daubenfeld von der Hochschule Fresenius dazu auf Seite 411 veröffentlicht.

Hier ein gekürztes Zitat:

Denn wenn es [den Fachkräftemangel] tatsächlich gäbe, dann wäre nicht jeder siebte Chemiker ein halbes Jahr nach seiner Promotion noch auf Stellensuche, müssten die Gehälter von Chemikern in der Industrie (stärker) steigen […]

Der Anlass

Herr Daubenfeld nimmt eine Studie aus dem Jahr 2014 zum Anlass, in seiner Kolumne über das Thema zu schreiben. Ich nehme an, es war eine Studie, über die 2014 in den Nachrichten zu lesen war und die ich damals schon kritisiert habe.

Er zieht den Schluss, dass man mehr Leute für die Lehre begeistern muss.  In den Ausbildungsberufen scheint wirklich ein Mangel zu herrschen.

Mein Fazit

Schön, dass auch in der GDCh-Zeitschrift das Thema „Fachkräftemangel“ einen Platz bekommt. Und dies, nachdem die GDCh und Fachkräftemangel lange keine Überlappung hatten.

Ich bin gespannt, ob es weitere Artikel zum Thema gibt, und ob man die Anregungen von Herrn Daubenfeld aufgreift.

Europäische Datenschutzverordnung

Im Moment beschäftige ich mich gezwungenermaßen viel mit den technischen Hintergründen des Blogs. Daher gibt es nicht so viele chemische Inhalte. Ab Mitte Mai müssen nämlich unter anderem auch kommerzielle Blogs die europäische Datenschutzverordnung erfüllen.

Da ich ja Affiliate-Links zu StepStone habe, fällt dieser Blog auch unter diese Gesetzgebung. Diese soll den Datenschutz stärken und die Rechte von Nutzern stärken, z.B. Auskunft über verwendete Daten zu erlangen und erlaubt die Datensammelei nur noch in engen Grenzen.

Eigentlich möchte ich ja gar keine Daten von meinen Lesern sammeln, das einzige, was mich interessiert, ist das Interesse, das ich über Nutzungsstatistiken auswerte.

Aber da auch IP-Adressen schützenswerte und persönliche Daten sind, und diese z.B. von meinem Provider oder beim Abgeben von Kommentaren gespeichert werden, muss ich hier Schritte einleiten, dass die Nutzer z.B. beim Kommentieren darüber informiert werden.

Und das ist kompliziert…

Außerdem habe ich ein paar Funktionen abgeschalten, z.B. die Share-Buttons zu verschiedenen Diensten, aber ich vermute, dass die bisher eh niemand genutzt hat, oder?

Vermisst Ihr eine Funktionalität?

Längere Übergangsfrist für Brexit

Da atmen sicher auch einige Chemieunternehmen auf: Der harte Brexit kommt nicht (sofort), es soll eine 18-Monatige Übergangsfrist geben, bevor die Briten aus dem Binnenmarkt fliegen.

Das ist aber noch nicht ganz sicher, das Austrittsabkommen muss dafür auch noch fertig werden, und das ist noch nicht zu Ende verhandelt.

Das ist besonders gut für Unternehmen, weil die besser planen können. Mehr Infos zum Brexit und der Chemieindustrie gibt es auf den Seiten des VCI.

Das war es heute auch schon. Ich habe leider nicht viel Zeit zu Schreiben.

Frauen in der Chemie

Letzte Woche war der Weltfrauentag, der jedes Jahr am 8. März begangen wird. Ursprünglich wurde dieser Tag von sozialistischen Bewegungen vorgeschlagen. Das Datum erinnert an den Streik von Arbeiterinnen, Soldatenehefrauen und Bäuerinnen, der die Februarrevolution in Russland 1917 auslöste. So zumindest steht es auf Wikipedia. Das ist der richtige Anlass, sich wieder einmal anzusehen, wie Frauen in der Chemie repräsentiert sind.

Vor einiger Zeit habe ich ja schon über den Gender Pay Gap in der Chemie geschrieben,

Fangen wir mit dem akademischen Bereich an, da gibt es verlässliche Zahlen der GDCh: 2016 waren ca. 25% der Habilitanden, 30% der Juniorprofessorinnen und ca. 28% der beendeten Habilitationen weiblich.

Der Anteil der Professorinnen steigt erfreulicherweise seit 2004 stetig von 8% auf 14%. Allerdings sind inzwischen fast 45% der Studienanfänger weiblich, da ist also noch einiges an Nachholbedarf.

Die GDCh verlinkt auch zu Institutionen für Frauen in der Wissenschaft, z.B. zum CEWS.

Und wie sieht es in der Industrie mit Frauen in der Chemie aus? Hier habe ich nicht so viele Zahlen gefunden, statista hat den Frauenanteil im Aufsichtsrat 2015 untersucht, damals waren z.B. bei Henkel 44% der Aufsichtsräte Frauen, bei der BASF 25%, bei Wintershall dagegen nur 22%.

Zahlen von 2011 bei statista zeigen einen Anteil der Gesamtbelegschaft von 36% bei Henkel, bei Bayer waren es 30%.

Und was sagen uns diese Zahlen? Zunächst mal nicht viel… Es bleibt aber ein Gefühl, dass der Frauenanteil immer geringer wird, je höher man kommt. Im Studium sind es fast genauso viele Frauen wie Männer, später werden es weniger. Aktuelles dazu habe ich nicht gefunden, nur einen Artikel über Chancengleichheit von 2008, das ist jetzt ja auch schon zehn Jahre her.

Vielleicht hat die Einführung der Elternzeit inzwischen was zur Angleichung beigetragen?

Liebe Leser, was meint Ihr zu dem Thema?

Chemische Startups treffen sich

In einem früheren Beitrag hatte ich mich schon mit der Frage beschäftigt, wo man chemische Startups findet. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich etwas schwer getan, chemische Startups im Internet zu finden. Umso erstaunter war ich über meinen Zufallsfund.

Letzten Juni gab es das erste Strategietreffen der Chemie(wende) Startup Szene. Das konnte ich der Website von Cascat entnehmen. Meine weitere Suche im Internet hat leider nichts zu diesem Treffen zu Tage gebracht. Es gibt zwar einen weiterführenden Link auf der Webseite, der führt aber nur zu einer Übersichtsseite von https://deutschestartups.org.

Unter dem Tag Chemie ist dort Stand 4. März 2018 übrigens nur ein Unternehmen zu finden, und zwar eines, das einen webbasierten Chemiebaukasten entwickelt hat.

Liebe Leser, hat jemand von Euch mehr Informationen zu diesem Treffen?