Arbeitslose Chemiker über die Zeit

Auftragung für arbeitslose Chemiker und arbeitssuchende Chemiker seit 2012.
Arbeitslose und Stellensuchende Chemiker über die Zeit (Stand Juni 2020)

Im Bild gezeigt ist eine Zeitreihe der statistischen Daten der Arbeitsagentur für arbeitslose Chemiker und für arbeitssuchende Chemiker. Von den Arbeitslosen zeige ich extra die Experten an. Die Arbeitsagentur rechnet Chemiker nach einem mindestens vierjährigen Studium zu den Experten (http://doku.iab.de/fdz/reporte/2013/MR_08-13.pdf).

Die Daten werden von mir aus der Webseite der Agentur für Arbeit heruntergeladen und monatlich gegen die Zeit aufgetragen. Der aktuelle Stand ist Juni 2020.

Die Entwicklung für arbeitslose Chemiker

Von 2012 bis 2016 gab es immer mehr arbeitslose Chemiker, die Experten sind. Dieser Trend kehrte sich dann um. Ende 2018 waren wir dann auf dem gleichen niedrigen Stand wie 2012, und bis Anfang 2020 war dieser erfreuliche Trend ungebrochen. Durch die Coronakrise steigen jedoch seit März 2020 die Zahlen wieder an.

Arbeitssuchende Chemiker bewegten sich bis 2017 auch nach oben, 2018 waren die Zahlen aber so niedrig wie vor diesem Anstieg. Allerdings könnte man interpretieren, dass seit Anfang 2019 wieder eine Aufwärtsbewegung stattfindet, die 2020 von der Coronakrise seit Mai 2020 massiv verstärkt wird.

Bei den arbeitslosen Chemikern insgesamt scheint es ein starkes saisonales Muster zu geben, was man bei den Experten nur sehr schwach ausgeprägt findet. Immer im Herbst werden die Arbeitslosenzahlen geringer. Durch die Coronakrise wird seit April 2020 wieder deutlich die 10.000er Marke überschritten.

Von den Daten der Arbeitsagentur her deutete bis Ende 2019 alles darauf hin, dass wir für Chemiker einen sehr entspannten Arbeitsmarkt in Deutschland hatten. Und das trotz immer höheren Promovierendenzahlen (siehe z.B. mein Post über die Anfängerzahlen 2017). Die Coronakrise könnte das jetzt ändern, was man Stand Juni 2020 vor allem an den Zahlen der Stellensuchenden und Nicht-Experten sieht.

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