Arbeitslose Chemiker über die Zeit

Arbeitslose und Stellensuchende Chemiker über die Zeit (Stand Januar 2022)

Im Bild gezeigt ist eine Zeitreihe der statistischen Daten der Arbeitsagentur für arbeitslose Chemiker und für arbeitssuchende Chemiker. Von den Arbeitslosen zeige ich extra die Experten an. Die Arbeitsagentur rechnet Chemiker nach einem mindestens vierjährigen Studium zu den Experten (http://doku.iab.de/fdz/reporte/2013/MR_08-13.pdf).

Die Daten werden von mir aus der Webseite der Agentur für Arbeit heruntergeladen und monatlich gegen die Zeit aufgetragen.

Die Entwicklung für arbeitslose Chemiker

Von 2012 bis 2016 gab es immer mehr arbeitslose Chemiker, die Experten sind. Dieser Trend kehrte sich dann um. Ende 2018 waren wir dann auf dem gleichen niedrigen Stand wie 2012, und bis November 2021 war dieser erfreuliche Trend ungebrochen.

Arbeitssuchende Chemiker bewegten sich bis 2017 auch nach oben, 2018 waren die Zahlen aber so niedrig wie vor diesem Anstieg. Allerdings könnte man interpretieren, dass seit Anfang 2019 wieder eine Aufwärtsbewegung stattfindet, die 2020 von der Coronakrise seit Mai 2020 massiv verstärkt wird. Wie bei den Gesamtarbeitslosen erholten sich die Zahlen 2021 aber wieder.

Bei den arbeitslosen Chemikern insgesamt scheint es ein starkes saisonales Muster zu geben, was man bei den Experten nur sehr schwach ausgeprägt findet. Immer im Herbst werden die Arbeitslosenzahlen geringer. Durch die Coronakrise wurde ab April 2020  deutlich die 10.000er Marke überschritten, 2021 entspannte sich die Lage aber wieder.

Von den Daten der Arbeitsagentur her deutete bis Ende 2019 alles darauf hin, dass wir für Chemiker einen sehr entspannten Arbeitsmarkt in Deutschland hatten. Und das trotz immer höheren Promovierendenzahlen (siehe z.B. mein Post über die Anfängerzahlen 2017). Die Coronakrise konnte daran bisher nichts ändern.

Interessanterweise schwanken die Zahlen bei den Experten sehr wenig.

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