Neue Jobs für Chemiker am 22. Mai 2017

Heute stelle ich mal wieder ein paar spannende Jobs für Chemiker vor, diesmal hauptsächlich befristet.

Ich bin gespannt, ob die ersten genannten Stellen besetzt werden können, aber wenn nicht, ist das bestimmt ein Symptom des Fachkräftemangels.

 

Viel Erfolg beim Bewerben!

Mit * gekennzeichnete Links sind StepStone-Affiliate-Links. Unter StepStone-Stellen gibt es weitere Chemiker-Jobs von StepStone.

Unter Arbeitslosigkeit trage ich die Arbeitsmarktdaten für Chemiker der Agentur für Arbeit auf.

Chemie-Quiz im Internet

Fun-Fact: Heute tritt ein Chemiker bei „Wer wird Millionär“ an, aus aktuellem Anlass deshalb ein Post zu Chemie Quiz-Seiten im Internet. Chemie im Alltag  hat schon einige interessante Chemiefragen aus der Sendung zusammengetragen. Ich zitiere eine 500.000 Euro-Frage:

Was ist Kaliumhydrogentartrat?
[ ] Kalkstein
[ ] Weinstein
[ ] Bernstein
[ ] Feuerstein

Es gibt aber auch noch andere Chemie-Quiz-Seiten im Netz, ich dachte mir, aus dem obigen Anlass kann ich die mal unvollständig sammeln:

Das Chemie Quiz beschäftigt sich in 30 Fragen hauptsächlich mit Elementen, z.B. in der Frage nach dem Schmelzpunkt von Wolfram. Im Chemie-Quiz von Spektrum.de kann man z.B. die Frage beantworten, welches Wasser den Durst am besten löscht. Auf testedich.de gibt es allgemeinere Fragen, bei Wissens-Quiz.de kann man sich auch an einem allgemeinen Chemiequiz versuchen. Auch vom SKS Langsberg gibt es ein Chemiequiz, das eher für Einsteier gedacht ist. Natürlich gibt es auch ein Chemielionär-Quiz.

Diese Sammlung ist bei weitem nicht vollständig, ich war überrascht, wie viele Treffer man in einer Suchmaschine beim Suchen nach „Chemie Quiz“ bekommt.

Die allermeisten dieser Seiten gehen aber nicht über Schulwissen hinaus. Kennt Ihr noch weitere und anspruchsvollere Quizseiten über Chemie?

Zum Abschluss noch eine Millionenfrage:

Das gewichtsmäßig am meisten vorkommende Element im menschliche Körper ist
[ ] Stickstoff
[ ] Kohlenstoff
[ ] Eisen
[ ] Sauerstoff

Wer wusste es?

Jobs für Chemiker am 8. Mai 2017

In den Nachrichten aus der Chemie vom Mai 2017 wird berichtet, dass es 2016 ca. 9200 Ausbildungsplätze in der chemisch-pharmazeutischen Industrie gab. Im Schnitt wird den Azubis 984 Euro im Monat bezahlt, nach der Ausbildung ist das Einstiegsgehalt brutto zwischen 2800 und 3100 Euro (Link zur Quelle Elementare Vielfalt).

Im Gegensatz dazu verdienen die Vorstandsvorsitzenden der großen Chemie-DAX-Konzerne wie Merck, Henkel, Beiersdorf und Fresenius bis zu 7.9 Mio Euro brutto, allerdings pro Jahr.

Jobs mit Verdienstmöglichkeiten zwischen diesen Zahlen

Ich hoffe, hier ist für jeden was interessantes dabei. Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Jobsuche!

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Unter Arbeitslosigkeit trage ich die Arbeitsmarktdaten für Chemiker der Agentur für Arbeit auf.

Sinkende Lohnquote?

Die Höhe des eigenen Gehalts ist ja subjektiv immer zu niedrig. Dies liegt bestimmt daran, dass man sich meistens mit Personen vergleicht, die mehr „haben“. Diese anderen müssen ja auch nicht immer Leute sein, die einen normalen Lohn verdienen, sondern können auch z.B. Erben sein.

Im Blog Herdentrieb ist vor kurzem ein Post erschienen, der erklären möchte, „warum die Lohnquote ständig sinkt“. Prognostiziert wird, dass die Lohnquoten in Zukunft im Vergleich zum Kapital weiter sinken. Schuld daran wird die technische Entwicklung sein.

Roboter werden Arbeit ersetzen, aber zumindest mittelfristig nicht Eigentümer von Fabriken werden. Dadurch steigt die Arbeitslosigkeit, aber die Effizienz steigt.

Dass die Lohnquoten seit Jahrzehnten rückläufig sind, hat mit den rückläufigen relativen Preisen für Kapitalgüter zu tun. Der Output pro Maschine hat in der Vergangenheit rascher zugenommen als der Preis einer Maschine.

Davon sind auch wir Chemiker betroffen, auch wenn ich vermute, dass es an Arbeitsplätzen, wo wenig Routine herrscht, länger dauert, bis Roboter Menschen ersetzen. Und dort arbeiten studierte und promovierte Chemiker ja meist.

Vorerst werden wir also nur mit unseren schlechter bezahlten Kollegen im Ausland konkurrieren dürfen, die von ihrer Ausbildung her immer mehr aufholen.

Ich hatte ja in einem früheren Post schon über die schlechte Entwicklung der tariflichen Gehälter geschrieben. Das scheint mir ein Indiz für Fachkräfteüberschuss zu sein, ob das mit der Globalisierung zusammenhängt, weiß ich nicht. Es ist auch anzumerken, dass  in Deutschland außer wenig steigenden Löhnen bisher kaum weitere negative Effekte sichtbar sind.

Und um den Kreis zum ersten Absatz zu schließen: Die Kapitaleigentümer dürften diese Trends begrüßen, da diese dem Kapital mehr Macht versprechen und das vorhandene Geld weiter bei ihnen konzentrieren.

Was meint Ihr dazu? Klingt das zu negativ?

Jobs für Chemiker am 23. April 2017

Heute habe ich wieder neue Jobs für Euch, die ich interessant fand.

Soviel von mir diesen Montag. Wenn Ihr Anmerkungen oder Themen habt, die Euch interessieren, schreibt gerne einen Kommentar.

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Trendbericht zur Zukunft der Chemie

In den letzten Nachrichten aus der Chemie 2017, 65, 462-465 wurde von Thomas Le Blanc ein eher humorvoller (?) Rückblick auf die dreihundert Jahre vor 2167 geschrieben, also auf die Zukunft der Chemie aus unserer Sicht.

Das fand ich sehr amüsant, es steckt auch viel Nachdenkenswertes darin. Ich zitiere mal den Abstract:

Ein Rückblick zum 300‐jährigen Jubiläum der Gesellschaft Deutscher Chemiker zeigt, wie nützlich es ist, sich auf disruptive Veränderungen einzustellen. Dabei hat die Nanochemie gegenüber der Weltraumchemie gewonnen.

„Rückgeblickt“ wurde unter anderem auf die disruptive Neuausrichtung der Automobilindustrie wegen der Elektromobilität und einer Nullemissionsforderung aus der Politik. Die daraus resultierenden Herausforderungen konnte die Chemie in diesem Rückblick lösen.

Anreize aus der Politik?

Persönlich zweifle ich gar nicht daran, dass die Wissenschaft, hier plakativ die Chemie, diese Herausforderung lösen könnte. Ich fürchte nur, dass es die nötigen Anreize und Regulierungen von Seiten der Politik nicht oder zu spät und zu lasch geben wird, sodass es für die Wirtschaft keine Anreize für Veränderungen gibt. Disruptive Innovationen schaden ja typischerweise den großen etablierten Unternehmen. Diese werden sich daher so lange wie möglich mit allen Mitteln gegen solche Umwälzungen wehren, die ihnen die Geschäftsgrundlage entziehen.

Oder kann sich jemand schon ausmalen, was passieren wird/würde, wenn der Verbrennungsmotor verschwindet?

Im Moment sieht es zumindest in der deutschen Politik nicht so aus, als ob es zu einem radikalen Wandel kommt. In der Zeit konnte man vor kurzem vom Selbstbetrug der deutschen Klimapolitik lesen. Seit 2009 sei der CO2-Ausstoß kaum gesunken.

Was meint ihr?

Was meint Ihr, was ist die Zukunft der Chemie? Und warum wird die Nanochemie gewinnen?

Hoffen wir, dass viele der im Nachrichten-Artikel beschriebenen Veränderungen bis spätestens 2167 eintreffen, einem Datum, dass die meisten von uns nicht mehr erleben werden :).

Der Autor des Originalartikels ist übrigens Leiter der phantastischen Bibliothek in Wetzlar. Diese „unterstützt auch Unternehmen in ihren Foresight-Strategien“, so steht es im Originalartikel. Das finde ich sehr interessant.

Jobs für Chemiker am 10. April 2017

Heute habe ich wieder einige Jobs für Euch Chemiker. Momentan habe ich auch das Gefühl, dass es wieder mehr Stellen zu geben scheint als im Dezember. Es lohnt sich also auf alle Fälle, auf meiner Job-Seite vorbeizuschauen.

Ich wünsche Euch viel Erfolg beim Bewerben!

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Gehälter von Azubis in der Chemie 2016

Meistens beschäftige ich mich ja weniger mit Gehältern von Azubis, sondern mit Stellen für studierte Chemiker.

Der Blick zur Berufsausbildung ist aber gerade weil momentan so viele studieren sehr interessant und kann für viele ein alternativer Einstieg in die Chemie sein. Daher finde ich folgende Zahlen interessant: Laut einer Umfrage des Bundesinstitutes für Berufsbildung verdienen Chemikanten in Westdeutschland im Schnitt 984 € pro Monat, Chemielaboranten 996 €. Diese Zahlen sind Bruttozahlen.

Zum Vergleich: Promovierende der Chemie werden typischerweise nach TVL E-13/2. bezahlt. Nach dem Gehaltsrechner Öffentlicher Dienst sind das ca. 1200 € Netto im Monat und ca. 1760 € brutto. 

Ich höre auch oft, dass Firmen keine Chemielaboranten  mehr finden und diese das auf Fachkräftemangel reduzieren. Ist dieser Berufsweg zu unattraktiv geworden?

Was meint Ihr? Stimmt die Relation? Sollten die Ausbildungsvergütungen erhöht werden?

Jobs für Chemiker als Chemielehrer

In der Serie „Jobs für Chemiker“ möchte vorstellen, wo Chemiker überall arbeiten können. Im sechsten Teil der Serie stelle ich vor, wo Chemiker im Einkauf arbeiten können. Die bisherigen Stationen waren der Laborleiter in der F&E, die Arbeit als Betriebsassistent, in der Qualitätssicherung, in der Compliance, als Patentanwalt, als Produktmanager, die Arbeit im Einkauf und bei der Bundeswehr.

Wenn ihr noch auf der Suche seid, schaut doch auf meiner StepStone Seite vorbei.

Wo arbeiten Chemiker als Chemielehrer?

Das klingt nach einer recht triviale Frage. Lehrer arbeiten ja meist an Schulen. Allerdings gibt es verschiedene Schultypen, wie Berufsschulen, Gymnasien, Mittelschulen etc.

In Deutschland ist die Schule Ländersache, das heißt, je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Herausforderungen, auf die ich hier nicht eingehen kann. So trivial ist die Frage also gar nicht.

Wie ist die typische Stellenbeschreibung für Chemielehrer?

Der normale Weg, Chemielehrer zu werden, besteht darin, Chemie (und meist ein zweites Fach wie z.B. Biologie) auf Lehramt zu studieren. Dann wird man seine Staatsexamen und Referendariate absolvieren und je nach Nachfrage und Notenschnitt übernommen werden oder auch nicht. Weitere Fähigkeiten als die bereits abgeprüften werden dann meines Wissens nicht erwartet.

Zeitweise gibt es aber gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern einen Lehrermangel, sodass auch Quereinsteiger eingestellt werden.

Diese sollten dann aber Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben, geduldig sein, gerne experimentieren, pädagogische Konzepte verstehen und anwenden können etc.

Außerdem müssen sie mit den jährlichen Wiederholungen des Stoffes klar kommen.

Meist bekommen Quereinsteiger einen Pädagogik-Crashkurs und müssen ein Referendariat oder sogar eine Staatsexamensprüfung ablegen, bevor sie anfangen, vor Klassen zu unterrichten.

Wie finde ich die Stellen?

Eventuell findet man Stellen bei Suchmaschinen, vor allem von privaten Schulen. Interessierte sollten sich aber auf alle Fälle bei den Kultusministerien erkundigen, wie die Bedarfe für Chemielehrer sind. Informationen bietet auch die Seite Lehrer werden.

 



Welche Positionen soll ich demnächst vorstellen? Wenn ihr mehr über Berufsbilder von Chemikern wissen wollt, sagt es mir in den Kommentaren.

 

Neue Umfrage zur Jobsituation der Chemiker in Europa

Wie schon 2013 gibt es wieder eine Umfrage der EuCheMS zur Berufssituation der Chemiker in Europa. Unter http://www.euchems.eu/esec2 kann jeder interessierte Chemiker teilnehmen. Die Ergebnisse werden den Teilnehmern mitgeteilt.

Letztes Mal wurde auch ein frei zugängliches Paper zur Umfrage veröffentlicht, das unter  https://doi.org/10.1002/chem.201501364 zu erreichen ist.

Chemjobber hatte hierzu ein paar kritische Anmerkungen gemacht:

It seems goofy to report the salaries of chemists and chemical engineers together (it would be in the US, anyway, dunno about Europe.)

We have no idea how well this survey reflects the actual makeup of European chemists.

We have no idea how well this survey reflects the makeup of European chemical societies.

There was no attempt to understand who did not answer the survey. What was the response rate?

There was no description of the survey instrument. (Was it online or on paper?)

There was no explanation of responses removed from the survey or why, just that it was „rigid.“ We know that they focused on people who graduated in the last 15 years, but that they have a respondent who is 87 years old (did they throw that person out?).

Vielleicht werden diese in der nächsten Auswertung ja berücksichtigt. Ich finde es schon gut, dass sich jemand dieses Themas annimmt, natürlich wäre es schön, wenn auch offizielle Zahlen aus den Arbeitsagenturen und -ämtern berücksichtigt werden könnten. Falls es diese überall gibt…

Die Frist für die Teilnahme läuft übrigens nur noch bis zum 31. März 2017.