Jobs für Chemiker als Produktmanager

In der Serie „Jobs für Chemiker“ möchte vorstellen, wo Chemiker überall arbeiten können. Im sechsten Teil der Serie stelle ich vor, wo Chemiker im Einkauf arbeiten können. Die bisherigen Stationen waren der Laborleiter in der F&E, die Arbeit als Betriebsassistent, in der Qualitätssicherung, in der Compliance, als Patentanwalt, die Arbeit im Einkauf und bei der Bundeswehr.

Wenn ihr noch auf der Suche seid, schaut doch auf meiner StepStone Seite vorbei.

Wo arbeiten Chemiker als Produktmanager?

Produktmanager sind üblicherweise für das Portfolio an Verkaufsprodukten des Unternehmens zuständig. Wahrscheinlich jedes Unternehmen, das verschiedene Produktlinien oder kundenspezifische Produkte hat, beschäftigt Produktmanager, auch wenn die Stelle manchmal anders heißt.

Wie ist die typische Stellenbeschreibung für Chemiker als Produktmanager?

Produktmanager müssen Lücken im Portfolio erkennen und es für die Zukunft weiterentwickeln. Dazu arbeiten sie eng mit der Entwicklungsabteilung, dem Marketing und dem Vertrieb zusammen. Auch besucht er Schlüsselkunden und stellt seine Produktpalette vor. Für diese Aufgaben benötigt der Produktmanager gute Kommunikationsfähigkeit.

Gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse werden auch in dieser Position erwartet, da oft auch die Preisfindung in der Verantwortung des Produktmanagers liegt.

Für Berufseinsteiger ist diese Stelle eher weniger geeignet, daher wird oft erste Berufserfahrung vorausgesetzt, etwa in den Industrien, in die die Produkte aus dem Portfolio verkauft werden sollen. Ein Unternehmen aus der Additivbranche könnte also einen ehemaligen Kunststoffentwickler als Produktmanager einstellen.

Wie finde ich die Stellen?

Auch hier gilt, was ich immer schreibe: Natürlich sind Jobbörsen die erste Anlaufstelle, aber auch im eigenen sozialen Netzwerk findet sich vielleicht jemand, der als Chemiker im Produktmanagement arbeitet, und den Ihr fragen könnt. Auch auf meiner StepStone Seite können solche Positionen auftauchen.

Welche Positionen soll ich demnächst vorstellen? Wenn ihr mehr über Berufsbilder von Chemikern wissen wollt, sagt es mir in den Kommentaren.

Das letzte Woche gesagte gilt weiterhin: Wer möchte sich von mir bei Gelegenheit zu seiner Position und dem Werdegang dahin interviewen lassen? Schreibt mir einen Kommentar oder eine Email an blog@stellen-fuer-chemiker.de.

Jobs für Chemiker im Einkauf

In der Serie „Jobs für Chemiker“ möchte vorstellen, wo Chemiker überall arbeiten können. Im sechsten Teil der Serie stelle ich vor, wo Chemiker im Einkauf arbeiten können. Die bisherigen Stationen waren der Laborleiter in der F&E, die Arbeit als Betriebsassistent, in der Qualitätssicherung, in der Compliance, als Patentanwalt und bei der Bundeswehr.

Wenn ihr noch auf der Suche seid, schaut doch auf meiner StepStone Seite vorbei.

Wo arbeiten Chemiker im Einkauf?

Die meisten größeren chemischen Unternehmen haben eine Einkaufsabteilung, die sich unter anderem um den Einkauf chemischer Rohstoffe kümmert. Dort können neben Betriebswirten und Wirtschaftsingenieuren auch Chemiker arbeiten.

Wie ist die typische Stellenbeschreibung für Chemiker im Einkauf?

Da sich die Arbeit im Einkauf oft um betriebswirtschaftliche Fragen dreht, sind tiefergehende Kenntnisse der Materie erforderlich. Je nach Hierarchieebene wird der Mitarbeiter Einkaufsstrategien entwickeln, Controlling betreiben und eng mit Produktion und Entwicklung zusammenarbeiten.

Dafür wird oft erste Berufserfahrung in angrenzenden Bereichen oder im Vertrieb vorausgesetzt, außerdem erwarten viele Firmen, dass der neue Mitarbeiter gut verhandeln kann.

Oft ist er für Preisverhandlungen mit Lieferanten zuständig und muss Reklamationen auslösen und betreuen.

Eine weitere Herausforderung ist die immer globalere Lieferkette, da viele Basischemikalien inzwischen in den asiatischen Ländern eingekauft werden (müssen). Dies kann Dienstreisen erfordern, mindestens setzt es aber gute Englischkenntnisse voraus.

Wie finde ich die Stellen?

Neben den offensichtlichen Wegen über Jobbörsen würde ich vor allem bei kleineren Firmen auf deren Webseite suchen. Auch im eigenen sozialen Netzwerk findet sich vielleicht jemand, der als Chemiker im Einkauf arbeitet, und den Ihr fragen könnt.

Welche Positionen soll ich demnächst vorstellen? Wenn ihr mehr über Berufsbilder von Chemikern wissen wollt, sagt es mir in den Kommentaren.

Und an die, die schon einen Job haben: Wer möchte sich von mir bei Gelegenheit zu seiner Position und dem Werdegang dahin interviewen lassen? Schreibt mir einen Kommentar oder eine Email an blog@stellen-fuer-chemiker.de.

Jobs für Chemiker am 6. März 2017

Heute habe ich wieder ein paar Stellen für Euch. Ich versuche, am Donnerstag ein allgemeines Thema zu behandeln und zu posten. Wenn Ihr Wünsche habt, hinterlasst gerne einen Kommentar! Und hier die Stellen, alle für Berufserfahrene:

Damit wünsche ich Euch viel Erfolg beim Bewerben, wenn die richtige Stelle für Euch dabei war und einen schönen Wochenstart.

Mit * gekennzeichnete Links sind StepStone-Affiliate-Links. Unter StepStone-Stellen gibt es weitere Chemiker-Jobs von StepStone.

Unter Arbeitslosigkeit trage ich die Arbeitsmarktdaten für Chemiker der Agentur für Arbeit auf.

Jobs für Chemiker am 27. Februar 2017

Nach einigen Wochen, wo ich in meiner Serie „Jobs für Chemiker“ verschiedene Berufe vorgestellt habe (z.B. den Laborleiter, den Patentanwalt und die Arbeit in QS und Compliance) möchte ich heute wieder ein paar offene Stellen zeigen:

Viel Erfolg bei der Bewerbung wünsche ich Euch!

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Unter Arbeitslosigkeit trage ich die Arbeitsmarktdaten für Chemiker der Agentur für Arbeit auf.

Jobs für Chemiker bei der Bundeswehr

In der Serie „Jobs für Chemiker“ möchte vorstellen, wo Chemiker überall arbeiten können. Im sechsten Teil der Serie stelle ich vor, wo Chemiker bei der Bundeswehr arbeiten. Die bisherigen Stationen waren der Laborleiter in der F&E, die Arbeit als Betriebsassistent, in der Qualitätssicherung, in der Compliance und als Patentanwalt.

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Wo arbeiten Chemiker bei der Bundeswehr?

Wer als Chemiker bei der Bundeswehr arbeiten möchte, hat meines Wissens nicht viele Möglichkeiten. Hin und wieder werden in Sonthofen Chemiker im Bereich ABC-Abwehr gesucht. Dort ist die Schule für ABC-Abwehr und als Chemiker kann man im Bereich Lehre und Analytik dort arbeiten. Dazu sollte man analytische Erfahrungen haben und auch Grundwissen in organischer Synthesechemie. Auf Wikipedia gibt es Informationen zur Schule für ABC-Abwehr und gesetzliche Schutzaufgaben.

Außerdem sucht das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung immer wieder Chemiker. Diese werden im höheren technischen Dienst eingestellt und können über zukünftige Wehrprojekte entscheiden und diese kontrollieren. Dazu sollte man einen Master gemacht haben und unter 50 Jahren sein. Außerdem sollte man die „Bereitschaft zur freiwilligen Teilnahme an Auslandseinsätzen“ haben.  Weitere Informationen dazu gibt es auf der Seite Bundeswehrkarriere.

Anscheinend gibt es auch jedes Jahr einen Platz, um über die Bundeswehr an einer öffentlichen Universität Chemie zu studieren.  Darüber habe ich aber nichts offizielles gefunden, also korrigiert mich gerne, wenn das nicht stimmt.

Soweit meine Informationen, wenn Ihr mehr wisst, schreibt gerne einen Kommentar. So könnt Ihr mir auch Eure Wünsche mitteilen, welche weiteren Berufe für Chemiker ich vorstellen soll.

Das Beitragsbild stammt von pixabay.

Bewerbungsgespräch als Chemiker – Teil 2

Nachdem ich im letzten Post das erste Bewerbungsgespräch als Chemiker beschrieben habe, setze ich das Thema heute fort. Ich schreibe heute über den nächsten Schritt, und das ist typischerweise ein zweites (eventuell folgt sogar ein drittes) Gespräch.

Wenn Ihr Euch bewerben wollt, schaut gerne auf meiner StepStone Seite vorbei. Damit unterstützt Ihr auch den Blog.

Das zweite Gespräch

Nachdem wir im ersten Gespräch sowohl den Personaler als auch die zukünftigen direkten Vorgesetzten von uns überzeugt haben, sprechen wir nun mit deren Vorgesetzte oder in kleineren Firmen dem Eigentümer. Eventuell kommt es auch noch zu einer Firmenführung, wo sich zukünftige Mitarbeiter ein Bild machen können.

Die Namen und Themen des ersten Gesprächs müssen wir hier präsent haben und Interesse zeigen.

In meinem Fall haben fachliche Themen in zweiten Gesprächen eher keine Rolle gespielt, es ging mehr um die Persönlichkeit und wie man ins Team passt. Das beruht natürlich auf Gegenseitigkeit. Wenn Ihr den Eindruck habt, dass die Firma nicht zu Euch passt, kann das auch eine wertvolle Information sein, vor allem, wenn man später mehrere Angebote hat (ja, das soll es auch geben :)).

Zwar sollte man sich immer authentisch geben, in meiner Erfahrung hilft es aber auch hier, sich auf typische Fragen („Was war Ihre größte Krise?“, „Wie gehen Sie mit unmotivierten Mitarbeitern um?“) vorzubereiten.

Allerdings muss es zwischen den Personen passen, und das kann man nur wenig beeinflussen.

Wie es weiter geht

Ich persönlich hatte nie drei Gespräche, aber es kann durchaus passieren, dass die Firma eine weitere Meinung einholen möchte oder es aus anderen Gründen zum dritten Gespräch kommt.

Bei mir kam es nach dem zweiten Bewerbungsgespräch immer zu einer Entscheidung, die mir manchmal am Telefon, meist aber per Post mitgeteilt wurde.

Ich habe auch noch nie gehört, dass ein promovierter Chemiker zur Probearbeit angetreten ist. Falls Ihr hier Beispiele habt, schreibt gerne einen Kommentar.

Ansonsten wünsche ich allen Suchenden viel Erfolg bei der Jobsuche!

Das erste Bewerbungsgespräch als Chemiker

Als Teil meiner Serie „Jobs für Chemiker“ (z.B. als Laborleiter) möchte ich heute beschreiben, wie ein erstes Bewerbungsgespräch als Chemiker im Groben abläuft. Das soll Euch einen Anhaltspunkt bieten, was Euch erwartet, wenn Ihr es mal einen Schritt weiter im Bewerbungsmarathon  geschafft habt.

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Das erste Bewerbungsgespräch

Bei vielen Firmen ist der Bewerbungsprozess in verschiedene Phasen gegliedert. Wer mit seiner schriftlichen Bewerbung überzeugt hat, wird zum ersten Bewerbungsgespräch eingeladen. In diesem habe ich meist einen Personaler und mehrere Personen aus der Fachabteilung kennengelernt.

Der Personaler hat mich üblicherweise zu meiner persönlichen Situation befragt, einen Kommentar zu Lücken im Lebenslauf haben wollen und typische Fragen wie „Was würden Ihre Freunde über Sie sagen?“ oder „Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie dann?“ gestellt.

Hierauf sollte man sich im Vorfeld schlagfertige, aber nicht unverschämte Antworten überlegen.

Auch möchten die Personaler manchmal wissen, ob man sich vorstellen kann, in die Gegend zu ziehen. Auch hier lohnt es sich, eine Anwort zu überlegen.

Wichtig ist es auch, sich vorher über die Firma informiert zu haben und sich ein paar Fragen zu den Fakten im Internet zu überlegen.

Das Gespräch mit der Fachabteilung

Die Interviewer der Fachabteilung waren in meinem Fall meist Chemiker und die zukünftigen Vorgesetzten des einzustellenden Mitarbeiters.

Die möchten herausfinden, wie man sich im Fachlichen anstellt. Meistens musste ich meine Dissertation kurz und verständlich zusammenfassen.

Falls man etwas publiziert hat, sollte man sich das vorher nochmal anschauen.

Wobei ich sagen muss, dass bei mir nur die sehr pharmanahen Firmen detaillierte Fragen zu meiner Dissertation hatten, ansonsten bewegte es sich eher an der Oberfläche.

Allerdings musste ich immer auch Fragen zum in der Stellenanzeige genannten Fachgebiet beantworten. Es hat sich gelohnt, sich vorher etwas genauer darüber zu informieren.

Am wichtigesten ist aber, im ersten Bewerbungsgespräch authentisch, interessiert und sympathisch rüberzukommen. Zumindest, wenn ich an der Stelle interessiert war.

Dazu gehört auch, dass ich mir die Namen der Gesprächspartner gemerkt habe, viele Fragen gestellt habe und betont habe, dass ich mir vorstellen kann, dort zu arbeiten.

Hier geht es zur Fortsetzung im zweiten Bewerbungsgespräch.

Wenn bei Euch ein Bewerbungsgespräch als Chemiker in einer Firma ansteht, wünsche ich Euch alles Gute! Gerne könnt Ihr einen Kommentar hinterlassen, wie es gelaufen ist.

Jobs für Chemiker als Patentanwalt

In der Serie „Jobs für Chemiker“ möchte vorstellen, wo Chemiker überall arbeiten können. Im fünften Teil der Serie stelle ich vor, wie Chemiker als Patentanwalt arbeiten können. Die bisherigen Stationen waren der Laborleiter in der F&E, die Arbeit als Betriebsassistent, in der Qualitätssicherung und in der Compliance.

Typische Stellenbeschreibung für einen Chemiker als Patentanwalt

Wer während seines Studiums und der Promotion fünf plus x Jahre mehr oder weniger permanent im Labor steht, denkt meiner Erfahrung nach zunächst nicht daran, dass er Patentanwalt werden könnte. Allerdings werden Chemiker im Patentwesen im Allgemeinen gut bezahlt.

Wer als Patentanwalt arbeiten möchte, braucht  Durchhaltevermögen, um nach dem Studium die juristische Ausbildung zu schaffen. Er sollte Spaß am Umgang mit Patenten haben, gut und exakt formulieren können und keine Sehnsucht nach der Arbeit im Labor haben.

Patentanwälte unter den Lesern können gerne auch kurz in den Kommentaren schreiben, was der typische Tagesablauf ist.

Der normale Ausbildungsweg beginnt meines Wissens, dadurch, dass man sich als Kandidat bei einer Kanzlei bewirbt. Auf den Seiten des DPMA gibt es hierzu nähere Informationen.

Wer braucht einen Chemiker als Patentanwalt?

Abgesehen von den Patentanwaltskanzleien, die Patentanmeldungen der chemischen oder pharmazeutischen Industrie bearbeiten, findet man Patentanwälte auch bei größeren Unternehmen oder in den Patentämtern selbst.

Wie finde ich solche Stellen?

Als erster Anlaufpunkt bieten sich die größeren Kanzleien an, die wegen der Nähe zum europäischen Patentamt oft in München sitzen. Es lohnt sich aber, auch Suchmaschinen zu nutzen. Dann findet man auch Stellen, an die man vielleicht nicht gedacht hat. z.B. kann man bei StepStone nach einem Patentanwalt Chemie suchen.*

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Jobs für Chemiker in der Compliance

In der Serie „Jobs für Chemiker“ möchte vorstellen, wo Chemiker überall arbeiten können. Im vierten Teil der Serie stelle ich Chemiker in der Compliance vor. Die bisherigen Stationen waren der Laborleiter in der F&E, die Arbeit als Betriebsassistent und in der Qualitätssicherung.

Typische Stellenbeschreibung für Chemiker in der Compliance

Compliance bedeutet soviel, dass das Unternehmen sich den geltenden Gesetzen verpflichtet. Speziell im chemischen Sinn meint das z.B. die geltende Chemikaliengesetzgebung im Heimatland, aber auch in den Zielmärkten.

Manchmal werden Berufseinsteiger für diesen Job gesucht, allerdings sollte dann eine umfangreiche Weiterbildung erfolgen. Hauptsächlich ist REACH für europäische Chemieunternehmen wichtig, aber auch die Regelungen der Zielmärkte rücken immer mehr in den Fokus. Daher sollte der Bewerber sich für Gesetzgebung interessieren.

Da es oft zu Kundenkontakt kommt und der Compliance-Manager auch firmenintern ein wichtiger Ansprechpartner ist, sollte er eine hohe Kommunikationsfähigkeit und Geduld mitbringen.

In der Compliance werden Fragen der Chemikalienlagerung und -entsorgung behandelt, auch hierfür ist Interesse und Kommunikationsfähigkeit nötig. Typischerweise fällt die Erstellung von Sicherheitsdatenblättern in den Aufgabenbereich.

Vorteilhaft ist ein souveräner Umgang mit einschlägigen Programmen und Datenbanken, dies ist abhängig vom Unternehmen.

Ich vermute, dass hier meist berufserfahrene Chemiker eine Chance haben, da es vorteilhaft ist, schon Einblick in andere Unternehmensbereiche gehabt zu haben.

Wer braucht Chemiker für die Compliance?

Durch die immer höheren gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen an produzierende Chemieunternehmen können es sich nur kleinere Unternehmen leisten, keinen hauptamtlichen Compliance-Chemiker zu haben. Ich erwarte daher, dass es diese Stelle fast in jedem chemischen Unternehmen gibt, das selbst produziert. Weiterhin denke ich, dass auch Abnehmer von chemischen Produkten zukünftig solche Stellen besetzen werden.

Wie finde ich solche Stellen?

Wie üblich gilt, dass man bei Firmen, die einen interessieren, auf der Karriereseite schauen kann. Es bietet sich aber an, auch Suchmaschinen zu nutzen. Dann findet man auch Dinge, an die man vielleicht nicht gedacht hat. z.B. kann man bei StepStone nach einem Chemiker für die Compliance suchen.*

Wie üblich bitte ich um Eure Mithilfe: Welche Positionen soll ich demnächst vorstellen? Wenn ihr mehr über die Arbeit in der Compliance oder über die früheren Posts wissen wollt, sagt es mir in den Kommentaren.

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Berufsaussichten für Chemiker 2017

In diesem Jahr habe ich eine Serie über Jobs für Chemiker gestartet, bisher habe ich den Laborleiter in der Entwicklung und den Betriebsassistenten vorgestellt. Aber wie sind eigentlich die Aussichten für Chemiker 2017, einen Arbeitsplatz zu finden? Ein Indiz können die Studienanfängerzahlen und die Nachfrage der Wirtschaft bieten.

Studienanfängerzahlen

Jedes Jahr erhebt die GDCh Daten zur Zahl der Chemiestudierenden in Deutschland. Laut dieser Umfrage steigt die Summe der Studienanfänger seit 2008 mit einem Ausreißer nach oben kontinuierlich an (siehe Abbildung).

Studiengang Chemie: Studienanfänger/innen im Diplom- und Bachelor-Studiengang (Quelle: GDCh)

Die Anzahl der Absolventen ist von 1000 im Jahr 2003 auf  über 2.000 gestiegen. Allerdings waren es 1995 auch schon mal 3000 Absolventen.

Trotzdem vermute ich, dass der Angebotsüberschuss für Chemiker auf dem Arbeitsmarkt noch eine Zeit erhalten bleiben wird. Außer natürlich, es werden wieder deutlich mehr Personen eingestellt.

Studiengang Chemie: Verbleib der prom. Absolventen in % von 2003 bis 2015 (Quelle: GDCh)

Interessant ist auch ein Blick auf die promovierten Chemiker und was diese nach der Promotion machen. Das ist schwer zu kommentieren, offensichtlich scheint, dass es 2015 mehr stellensuchende promovierte Chemiker gab und weniger, die einen Postdoc im Inland gemacht haben oder ins Ausland gegangen sind.

Nachfrage der Wirtschaft

Eine Prognose, wie sich die Beschäftigtenzahlen in der deutschen chemischen Industrie entwicklen, wage ich fast nicht. Die Zahl der Neueinstellungen wird stark konjunkturabhängig sein und ich kann Übernahmen oder Verlagerungen ins Ausland nicht voraussehen.

Der VCI veröffentlicht jährlich die „Chemiewirtschaft in Zahlen“, so auch für 2016. Dem kann man entnehmen, dass die Zahl aller Beschäftigten in chemischer und pharmazeutischer Industrie seit 2008 leicht zunimmt, von 311.098 auf 332.213 Personen 2015. Das wäre ein jährliches Wachstum von ca 1%. In der Pharmaindustrie war der Wert 2008 bei 117630, 2015 bei 114069, das ist ein Rückgang, allerdings steigen die Zahlen seit 2010 wieder leicht an (siehe Abbildung).

Stagnierende Beschäftigung in Chemie- und Pharmaindustrie.
Beschäftigtenzahlen für chemische und pharmazeutische Industrie nach dem VCI.

Daher vermute ich, dass es in diesem Jahr keine massiv steigende Nachfrage nach Chemikern durch stark steigende Beschäftigungszahlen gibt.

Der demographische Faktor

2011 berichtete der BAVC (Chemiearbeitgeberverband) über das steigende Durchschnittsalter in der Chemieindustrie. Damals lag der Altersdurchschnitt bei 42.2 Jahren, im Informationsbrief ist auch eine Altersverteilung abgebildet, die ihre Spitze bei 46 Jahren hat. Ich nehme mal an, dass dies ungefähr auch für die promovierten Chemiker gilt, dann sollten in den kommenden Jahren trotz weiter steigendem Rentenalter mehr und mehr Stellen frei werden.

Ob und wie diese neu besetzt werden, ist dann eine anderen Frage.

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