Die Entwicklung von Agfa nach 1952

Neben der Hoechst AG, über deren Werdegang nach 1952 ich letzte Woche geschrieben habe, war auch die Agfa eine Nachfolgefirma der IG Farben.

Agfa seit 1952

Auch hier habe ich eine Zeitleiste erstellt, die etwas übersichtlicher als im Fall Hoechst ist. Die Vorlage kommt wieder von http://keynotetemplate.com.

Entwicklung der Agfa AG seit 1952.
Entwicklung der Agfa AG seit 1952.

Die Agfa AG wurde nach dem Ende der IG Farben, da ihre Werke über die Zonen verstreut waren, zunächst bei Bayer zugeschlagen. 1952 und 1952 wurden dann in Leverkusen und München zwei AGs gegründet, die 1957 zusammengefasst wurden.

Nach einigen kleinen Übernahmen kam dann 1964 die Fusion mit der belgischen Gevaert. Die Agfa-Gevaert-Gruppe beinhaltete dann die Agfa-Gevaert AG in Leverkusen und die Gevaert-Agfa N.G. in Morstel.

1981 hat Bayer die Gruppe übernommen, 1983 betrug der Umsatz 5.9 Mrd. DM. 1999 wurde das Unternehmen an die Börse gebracht, Bayer hält 30%, Gevaert N.V. noch 25%.

Die Disruption

Durch den Aufstieg der Digitalphotographie, von dem das Unternehmen ein bisschen überrascht worden zu sein schien, musste sich das Unternehmen neu aufstellen, inzwischen ist die Firma im Healthcare-, Graphics- und Materials-Bereich aktiv.

Für diese Bereiche braucht man vermutlich weniger Chemiker als für den Analogfilmbereich, wenn man mal von Materials absieht. Anscheinend verkauft Agfa PEDOT/PSS-Materialien.

An diesem Beispiel kann man sehen, was eine disruptive Innovation mit einem großen Unternehmen anrichten kann und was dieses Unternehmen in der Folge tun kann. Auch interessant finde ich, dass Bayer noch immer Anteile an Agfa zu haben scheint.

Alle Daten sind aus Wikipedia, dort ist die Geschichte noch viel ausführlicher beschrieben.

Weitere Infomationen zu Agfa und den Anfängen der Fotografie gibt es auch in einer aktuellen Wochenschau der GDCh.

Alle Daten sind natürlich ohne Gewähr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.