Fachkräftemangel – ein Kommentar in den Nachrichten der GDCh

GDCh und Fachkräftemangel: Nachdem in den Nachrichten aus der Chemie lange nichts zum Thema Fachkräftemangel in der Chemie zu lesen war, wurde jetzt in der April-Ausgabe von 2018 ein Kommentar von Professor Daubenfeld von der Hochschule Fresenius dazu auf Seite 411 veröffentlicht.

Hier ein gekürztes Zitat:

Denn wenn es [den Fachkräftemangel] tatsächlich gäbe, dann wäre nicht jeder siebte Chemiker ein halbes Jahr nach seiner Promotion noch auf Stellensuche, müssten die Gehälter von Chemikern in der Industrie (stärker) steigen […]

Der Anlass

Herr Daubenfeld nimmt eine Studie aus dem Jahr 2014 zum Anlass, in seiner Kolumne über das Thema zu schreiben. Ich nehme an, es war eine Studie, über die 2014 in den Nachrichten zu lesen war und die ich damals schon kritisiert habe.

Er zieht den Schluss, dass man mehr Leute für die Lehre begeistern muss.  In den Ausbildungsberufen scheint wirklich ein Mangel zu herrschen.

Mein Fazit

Schön, dass auch in der GDCh-Zeitschrift das Thema „Fachkräftemangel“ einen Platz bekommt. Und dies, nachdem die GDCh und Fachkräftemangel lange keine Überlappung hatten.

Ich bin gespannt, ob es weitere Artikel zum Thema gibt, und ob man die Anregungen von Herrn Daubenfeld aufgreift.

2 Gedanken zu „Fachkräftemangel – ein Kommentar in den Nachrichten der GDCh“

  1. Interessant finde ich, dass der desolate Stellenmark inzwischen als europäisches Phänomen wahr genommen wird:

    Mobility Mentoring – Ein EU finanziertes Projekt
    „Increasing the Employment of Young Workers in the European Chemical Industry“
    https://www.mobilitymentoringportal.eu/de/

    Aus der Pressemeldung
    Schon seit Jahren ist die Jugendarbeitslosigkeit vor allem in den südlichen Mitgliedstaaten der EU alarmierend hoch. „Zahlreiche hochqualifizierte Absolventen, darunter auch viele Ingenieure und Naturwissenschaftler, finden keine Arbeit oder nur Jobs, die nicht ihren Qualifikationen entsprechen“, betonte FECCIA-Präsident Dr. Roland Leroux im Rahmen der Konferenz „Mobility and Mentoring“

    Anm.: FECCIA (franz. Fédération Européenne des Cadres de la Chimie et des Industries Annexes, „Internationaler Branchenverband der Führungskräfte der chemischen Industrie“)

    1. Ja, das ist wirklich erschreckend. Immerhin kommt Deutschland dadurch zu mehr „Fachkräften“, und die Gehälter müssen dadurch nicht stark erhöht werden (Vorsicht Ironie!)…

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