Chemiejobs in Österreich

Was bisher geschah

Über den österreichischen Arbeitsmarkt habe ich ja schon ein paar Mal kurz berichtet. 2013 wurde ein Hofnarr gesucht und im Oktober 2012 habe ich mal ein paar konkrete Stellen gebloggt. Ansonsten wurde an dieser Stelle nicht viel gesagt über dieses südliche Nachbarland, das nicht zuletzt wegen der ähnlichen Sprache attraktiv für deutsche Aussiedler sein kann. Heute werde ich das ändern (nicht die Attraktivität, den ersten Satzteil)

Der Arbeitsmarkt

Die österreichische Arbeitslosenquote ist laut den Arbeitsmarktdaten des AMS im Jahr 2015 bei 9.1% gewesen, was 0.8 Prozentpunkte höher ist als im Vorjahr. Nach Wirtschaftszweigen aufgeschlüsselt gibt es auch eine Tabelle, die relevanten Daten habe ich herausgeschrieben: Beschäftigte in Industriezweigen in Österreich

Die Gehälter

Die Seite justlanded.com weist in ihrem Ratgeber für Österreich darauf hin, dass die Löhne zwar nominell niedriger sind, dies aber durch 13. und 14. Monatsgehalt ausgeglichen werden kann. Aber die Arbeitszeit liegt wohl 170 Stunden höher als in Deutschland. Die Information ist aber schon recht alt.

Die Chemieindustrie

Einer AMS-Information zufolge stagniert zwar der Umsatz der Branche, es bieten sich aber gute Jobchancen für Chemiker und Biotechnologen:

Aufgrund der vergleichsweise geringen AbsolventInnenzahlen ist die Nachfrage nach akademisch ausgebildeten ChemikerInnen traditionell hoch und die Jobaussichten sind gut. Der Abschluss eines Doktoratstudiums verbessert die Position am Arbeitsmarkt; mehr noch ein darauf folgendes Post-Doktorat. Der anhaltende Bedarf an ChemikerInnen wird u.a. auch dadurch unterstrichen, dass mittels verschiedener Initiativen um Nachwuchskräfte geworben wird.

Kann das jemand, der in der österreichischen Chemieindustrie arbeitet, bestätigen?

Interessieren Euch solche Blicke über die Grenze?

Fachkräftemangel auch in Österreich?

Laut einer Meldung der Nachrichten aus der Chemie von 2015 (S.1149) gibt es „auch“ in Österreich einen Fachkräftemangel.

Im Artikel wird dann auch festgestellt, dass die Arbeitslosenquote in Österreich viel höher ist als in Deutschland, die Arbeitgeber meinen aber, dass es an Bewerbern mit geeigneten Qualifikationen fehlt. Von Weiterbildung scheint man in diesen Betrieben noch nichts gehört haben.

Es wird auch ein kurzer Blick auf die Schweiz geworfen, wo es anscheinend momentan noch keinen Fachkräftemangel gibt.

Interessanterweise wird auf der gleichen Seite berichtet, dass die Einkommen in Pharma und Chemie in Deutschland seit 2006 relativ stabil sind, in Spanien sogar gesunken sind. So sieht aber kein Fachkräftemangel aus, oder?

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