Megatrends als Chance für Chemiker

In letzter Zeit habe ich mich ein bisschen entfernt vom ursprünglichen Thema des Blogs, nämlich Stellen für Chemiker aufzuzeigen. Naja, nur ein bisschen, im weiteren Sinne geht betreffen ja sowohl die Strafzölle als auch die illegal emittierten FCKWs Chemiker und deren Stellen. Daher soll es heute um Megatrends gehen. Wie komme ich darauf?

Heute habe ich auf Twitter wieder eine Stellenanzeige gesehen. Carbon Recycling International sucht einen Chemiker, der sich mit heterogener Katalyse auskennt und in Island leben möchte. Bis zum 9. Juli ist noch Zeit zum Bewerben. Das finde ich interessant, es geht, soweit ich verstehe, um synthetische Brennstoffe, und Island finde ich auch spannend. Dort gibt es ja auch ein riesiges Geothermiekraftwerk.

Megatrends

Ich glaube, Siemens hat mal angefangen, Megatrends zu definieren, um sich so besser für die Zukunft aufstellen zu können. Nach dem Lesen der Stellenanzeige habe ich das mal für zukünftigen Chemikerinnen und ihre Kollegen versucht. Wo werden in einigen Jahren viele Chemikerinnen und Chemiker arbeiten (ich weiß, das Thema hatte ich schon in Verbindung mit künstlicher Intelligenz) ?

Mir sind spontan die Bereiche Energieerzeugung und -speicherung, Gesundheit und ökologisch vertretbare Materialien eingefallen. Also alles rund um erneuerbare Energien, der Entwicklung vernünftiger Energiespeicher, Langlebigkeit, Pharmazie, Recycling, Ersatz von fossilem Plastik…

Braucht es dazu neuer Fähigkeiten? Ich habe vor längerer Zeit mal schnell und erfolglos versucht, das zu skizzieren. Rein aus chemischer Sicht sollte man vielleicht mehr Wert auf fachbereichsübergreifende Fähigkeiten legen, also nicht nur Totalsynthese, sondern auch anorganische und Polymerchemie.

Vielleicht sollte auch die extreme Spezialisierung während der Promotion aufgegeben werden, da ja eh fast niemand mehr im akademischen Bereich weiterarbeitet.

Welche Arbeitsbereiche fallen Euch denn noch ein?