Der deutsche Arbeitsmarkt

Nachdem ich im letzten Post kurz erwähnt habe, dass die Zahl der Arbeitssuchenden in der Chemiebranche immer weiter steigt (hier die Grafik dazu), möchte ich heute einen Blick auf den gesamten Arbeitsmarkt werfen.

Laut Agentur für Arbeit lag die Arbeitslosigkeit im Mai bei 2,95 Millionen, was einer Quote von 6,3% entspricht. Das ist keine Vollbeschäftigung mehr. Trotzdem gibt es in vielen Bereichen noch Fachkräftemangel, z.B. im Gleisbau, der Luft- und Raumfahrttechnik oder in der Steuerberatung (siehe https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Statistiken/Interaktive-Statistiken/Fachkraeftebedarf/Engpassanalyse-Nav.html?Thema%3Denglist%26DR_Region%3Dd%26DR_Engpassbewertung%3De%26DR_Anf%3D2%26mapHadSelection%3Dfalse%26toggleswitch%3D0).

Auch in der Kunststoff- und Kautschukherstellung scheint es einen Mangel zu geben, aber nicht in der Chemieindustrie.

Das heißt natürlich nicht, dass es in spezifischen Stellen nicht etwas länger dauern kann, diese zu besetzen, wobei meine Erfahrung ist, dass es schwerer wird, wenn die Stelle weniger Qualifikation erfordert oder wenn sie eine sehr spezielle Qualifikation erfordert. Im "mittleren" Bereich, wo auch Berufseinsteiger drin liegen, stehen immer viele Bewerber zur Verfügung, die dazu auch noch eher flexibel sind und bereit sind umzuziehen.

Nach meinem Gefühl wird es in nächster Zeit eher schwerer für Jobsuchende werden, da sich Firmen momentan eher zurückhalten.