Zeit für Optimismus

Die Wahlen sind vorbei, langsam wissen wir, woran wir sind. Und es wird langsam Frühling. Jetzt wäre doch der richtige Zeitpunkt, wieder etwas optimistischer nach vorne zu schauen.
Das fällt nicht so einfach, mit dem, was in der nicht so lange zurückliegenden Vergangenheit passiert ist, vom Ergebnis der Bundestagswahl bis zu den Dingen, die der Präsident unseres ehemaligen Verbündeten USA sagt und tut.

Abhängigkeiten

Ich denke trotzdem, wir sollten nach vorne schauen und uns überlegen, was jeder einzelne von uns machen kann, um die Situation besser zu machen. Ich für mich habe als erstes mal mein Microsoft 365-Abo gekündigt und mir einen europäischen Provider für meine Daten gesucht (Hetzner). Auf X bin ich auch schon länger nicht mehr, Facebook auch nicht. Ich muss jetzt nur noch versuchen, WhatsApp loszuwerden. Das ist zugegebenermaßen schwierig.

Ich weiß, das ist kein persönlicher Blog, aber im persönlichen fangen halt die ersten Schritte an. Dass ich keine russischen Satellitenparteien gewählt habe, versteht sich von selbst.

Im Unternehmenskontext, aber auch in der öffentlichen Verwaltung sind wir leider sehr abhängig von den USA. Da haben wir uns ganz freiwillig reingebracht, und diese Abhängigkeit kostet ironischerweise auch noch einen Haufen Geld für Lizenzen. Hier muss jedes einzelne Unternehmen sein Risiko der Abhängigkeit vor allem von Amazon/Microsoft und der Datensicherheit bewerten. Es wäre aber schön, wenn durch gemeinsame Anstrengung eine mindestens europäische open-source Alternative entstehen könnte. Teilweise gibt es die ja auch schon, wird nur nicht genutzt, weil sie nicht ganz so komfortabel ist oder weil es Abhängigkeiten zu Microsoft gibt, die man nicht auflösen möchte.

Ich spreche hier nicht vordergründig vom Betriebssystem, das ist durch webbasierte Applikationen relativ gut austauschbar geworden, sondern von Clouddiensten wie Teams/Sharepoint etc, aber auch Word und Excel.

Wettbewerbsfähigkeit

Jeder einzelne kann  durch Verbesserungsvorschläge dazu beitragen, dass in seinem Unternehmen oder seiner Behörde die Bürokratie nicht ausufert. Es ist ja nicht nur die Bürokratie des Staats, sondern auch die in den Unternehmen, die Aufwand erzeugt. Lasst Eure Angestellten
wieder mehr selbst entscheiden und geht Risiken ein. Dann steigt auch Eure Wettbewerbsfähigkeit. Das geht nicht so schnell, wie wir uns vielleicht wünschen, aber der Mensch überschätzt immer die Veränderungen, die er in kurzer Zeit machen kann und unterschätzt jene, die in einer längeren Zeitspanne passieren können.

Chancen

Wie es aussieht, müssen wir wieder mehr selber machen. Das schafft aber Arbeitsplätze. Wenn wir wieder anpacken und unseren dringend benötigten migrantischen Fachkräften die Möglichkeit geben, mitzuhelfen, dann können wir das schaffen.

Ich habe wieder keine Quelle angegeben, aber ich vermute, dass diese Gedanken alle nicht originell sind.