Tarifverhandlungen 2026 in der Chemieindustrie

Im Februar haben die Chemietarifverhandlungen begonnen. Man kann schon sagen, dass sie diesmal unter besonders schwierigen Voraussetzungen laufen. Die Industrievertreter betonen, wie wenig wettbewerbsfähig Firmen in Deutschland zur Zeit sind, seit 2018 ist die Produktonsmenge um 20 % zurückgegangen laut dem Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC).

Die Gewerkschaft Industreigewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) möchte mehr Gehalt für ihre Mitglieder herausholen und gleichzeitig Arbeitsplätze sichern (siehe u.a. die Tagesschau).

2025 sind aber schon 0,5 % der Stellen abgebaut worden auf ca. 478000 Personen (Handelsblatt vom 10.12.2025), und es wird erwartet, dass die Zahl der Beschäftigten dieses Jahr weiter schrumpft. So baut Wacker Stellen ab, die BASF will einen Teil seiner Verwaltung nach Indien verlagern, und so weiter.

Da wird es schwer für die Gewerkschaft, oder?

Allerdings, und das betont momentan kein Arbeitgeber, hat sich der Geschäftsklimaindex im Januar laut ifo Institut für die Chemie leicht verbessert. Und von der Politik gibt es auch Erleichterungen, es soll mehr CO2-Zertifikate für die Chemieindustrie kostenlos geben.

In diesem Umfeld wird es auf alle Fälle ziemlich spannend werden, auf was und mit welchen Mitteln sich BAVC und IG BCE einigen werden.