Chemie rettet Welt

„Chemie rettet Welt“ ist natürlich ein etwas provokativer Titel. Und nein, es geht nicht um das Haber-Bosch-Verfahren, sondern um Atmosphärenchemie.

FCKW werden weiter hergestellt

Ich habe letztens gelesen, dass es in Südostasien eine Quelle zu geben scheint, die verbotene Substanzen herstellt. Diese schädigen die Ozonschicht und wurden in einem Observatorium in Hawaii detektiert. Zu lesen z.B. bei der National Post (Link) oder The Guardian (Link). Die Chemikalie ist Trichlorfluormethan, die Herstellung der Substanz ist seit 2010 eigentlich nicht mehr erlaubt.

Anscheinend wurden „13 billion grams per year in recent years“ (National Post) produziert.

Ich bin wirklich überrascht, dass das so detektiert werden konnte und schockiert, dass jemand noch so große Mengen dieser Chemikalien herstellt. Wer kauft die denn noch? Es gibt Alternativen, die nicht verboten sind.

„Chemie rettet Welt“? Eher das Gegenteil, oder?

Ambivalenz der Chemie

Das ist der ambivalente Charakter der Chemie. Zum einen zerstören Leute durch die Herstellung verbotener Stoffe die Schutzschicht der Erde. Zum anderen kann das detektiert werden und jetzt können Nachforschungen angestellt werden, die hoffentlich zum Ende der Emission führen.

Mal sehen, ob sich diese Beobachtungen als richtig herausstellen, ob  die Schuldigen gefunden werden können und was die Erklärung für die Freisetzung ist.