Statistik der Chemiestudiengänge

Wie jedes Jahr hat die GDCh auch 2014 ihre Statistk der Chemiestudiengänge veröffentlicht. Auf 63 Seiten kann alles wichtige zu Studiendauern, Zusammensetzung der Studierenden, Studiengänge etc. nachgeschlagen werden, auch aufgeschlüsselt auf die verschiedenen deutschen Universitäten.

Es gibt viele Daten, daher empfehle ich allen Interessierten, selbst dort reinzuschauen. Ein Zitat daraus möchte ich aber niemandem vorenthalten:

Der Arbeitsmarkt für die promovierten Berufseinsteiger war etwas schwieriger als im Vorjahr. Dies äußerte sich nicht in der Zunahme der stellensuchenden Absolventen, sondern der Zunahme derer, die zunächst nur eine befristete Stelle fanden. Auch (nicht repräsentative) Rückmeldungen von Jungchemikern verschiedener Hochschulen deuteten darauf hin.

Promovierte Chemiker

Vielleicht liegt das auch daran, dass sich die Zahl der promovierten seit 2007 (ca. 1250) auf ca. 1750 erhöht hat. Von diesen promovierten gehen 33% in die chemische/pharmazeutische Industrie, 21% machen einen Postdoc, 9% sind stellensuchend. Der Rest des Kuchens ist auf Seite 10 der Veröffentlichung zu sehen.

Anfängerzahlen

Auch interessant sind die Anfängerzahlen, die nach einem kleinen Durchhänger 2006 bis 2008 stetig ansteigen (siehe Bild). Es scheint also auch zukünftig nicht auf den viel beklagten Fachkräftemangel herauszulaufen, eher auf das Gegenteil.

Studienanfängerzahlen Chemie über die Zeit
]2 Studienanfängerzahlen Chemie über die Zeit

Volontariat Chemie von BCNP und Nachrichten aus der Chemie

Von der BCNP kommt ein interessantes Angebot:

Ein 2-jähriges Volontariat bei BCNP in Kooperation mit den Nachrichten aus der Chemie.

Die Ausbildung mündet in einer Festanstellung und richtet sich an Chemie-Interessierte, die ihr Schreibtalent entdeckt haben, bzw. die sich in diese Richtung weiterentwickeln möchten, ohne in den Journalismus zu gehen.

Das ist eine gute Chance für journalistisch interessierte Chemiker.

F&E-Ausgaben der chemischen Industrie stagnieren

Wie die Nachrichten aus der Chemie berichten, sind die Forschungsbudgets von 2005 bis 2011 um 11% gestiegen, was ca. 1,6% pro Jahr ausmacht. Die Inflationsrate liegt auch in dem Bereich. Laut der Zeitschrift wurden 2011 425 promovierte Chemiker eingestellt, 37% der Absolventen.