Forscherdichte in Deutschland

Anfang September meldete der Stifterverband, dass im Süden intensiver geforscht wird als im Norden oder Osten. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit der höchsten Forscherdichte, gefolgt von Bayern und Hessen.
Laut dem Bericht ist die Chemie hauptsächlich in Hessen und Nordrhein-Westfalen vertreten.

Hier noch ein für Stellensuchende in der F&E interessantes Zitat:

Fast die Hälfte des FuE-Personals der Unternehmen ist deutschlandweit auf lediglich zehn Regionen verteilt: Stuttgart, München, Rhein-Main, Braunschweig, Unterer Neckar, Berlin, Starkenburg, Düsseldorf, Mittelfranken und Köln. Allein in den Regionen Stuttgart und München arbeiten fast ein Viertel der deutschen Industrieforscher.

Starkenburg hatte ich vorher nicht im Blick, weil ich den Begriff nicht kannte, die anderen Regionen überraschen mich nicht. Übrigens ist Starkenburg die Gegend um Darmstadt und daher für Chemiker interessant (z.B. wegen Merck).

Ich sehe in diesem Bericht auch ein bisschen die Dominanz der Automobilindustrie in Deutschland. Auffällig ist auch, dass in den forschungsintensiven Gegenden meistens Großunternehmen beheimatet sind, die wahrscheinlich den Löwenanteil der industriellen Forschung leisten.

F&E-Ausgaben der chemischen Industrie stagnieren

Wie die Nachrichten aus der Chemie berichten, sind die Forschungsbudgets von 2005 bis 2011 um 11% gestiegen, was ca. 1,6% pro Jahr ausmacht. Die Inflationsrate liegt auch in dem Bereich. Laut der Zeitschrift wurden 2011 425 promovierte Chemiker eingestellt, 37% der Absolventen.