Die Entwicklung der Hoechst AG nach 1952

Im letzten Post habe ich über Chemische Megafusionen geschrieben und habe mit der offenen Frage geendet, wie sich die Gesamtzahl der Mitarbeiter und vor allem Chemiker entwickeln wird.

Eine definitive Antwort darauf kann es nicht geben, weil wir ja keinen Einblick in ein alternatives Universum ohne Fusion haben (zumindest ich nicht). Aber ich dachte mir, es wäre interessant, mal in der Vergangenheit zu schauen, ob es Präzedenzfälle gibt.

Zeitlinie über Fusionen bei der Hoechst AG

In der nächsten Zeit möchte ich in loser Folge über solche Fusionen und Zerschlagungen schreiben und beginnen möchte ich mit der Hoechst AG. In Wikipedia kann man die Geschichte der Hoechst AG sehr ausführlich nachlesen. Ich möchte mich auf die Zeit nach 1952 konzentrieren, als die Hoechst AG als Nachfolgeunternehmen der IG Farben wiedergegründet wurde. Ich habe eine kleine Zeitlinie erstellt (siehe Bild), wo ich die Vorlage von http://keynotetemplate.com habe:

HoechstAG.png
Zeitlinie: Entwicklung der Hoechst AG (ohne Gewähr).

Im Prinzip erzählt das Bild vom Aufstieg der Hoechst AG mit vielen Übernahmen von kleineren und mittleren Chemiefirmen bis zu einem Punkt der Stagnation. Der damalige Vorstandsvorsitzende Jürgen Dormann baute daraufhin die Firma in Richtung Life Sciences um, fusionierte mit Rhône-Poulenc zu Aventis und veräußerte alles, was nicht dazu passte, z.B. Celanese, Schwarzkopf an Henkel, SGL Carbon, Spezialchemikalien an Clariant, Basischemikalien wurden zu Celanese und gemeinsame Standorte wurden zu Industrieparks.

Ende 2003 waren bei Hoechst noch 15.900 MA beschäftigt laut Wikipedia. Ich nehme an, niemand hat sich die Mühe gemacht, zu verfolgen, wie sich die Mitarbeiterzahlen bei allen integrierten und wieder verkauften Gesellschaften entwickelt hat. Falls doch, schickt mir gerne einen Link. Ich traue mich nicht einmal, eine Schätzung abzugeben, von Wikipedia habe ich aber die Mitgliederzahlen der größten Spin-offs rausgeschrieben:

Celanese 7.500 MA
SGL Carbon 5.600 MA
Sanofi >110.000 MA

Gibt es ein Fazit?

Beim Lesen fand ich das alles sehr interessant, ob man daraus eine Lehre ziehen kann, weiß ich nicht. Man kann aber wehmütig auf die Entwicklung der großen Chemie- und Pharmaunternehmen in Deutschland schauen, auch weil erfahrungsgemäß größere Firmen mehr Gehalt zahlen als kleinere Firmen. Was meint Ihr denn?

Falls ihr gerade einen Job sucht, schaut gerne auf meiner Suchseite. Wenn Ihr noch nicht wisst, was Ihr machen wollt, empfehle ich Euch als Einstieg meine Serie „Jobs für Chemiker als…“

4 Gedanken zu „Die Entwicklung der Hoechst AG nach 1952“

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